|
Die Landwirtschaft im Wandel der Zeit |
|
von Kurt Kiermeier
Die Schweinehaltung Seit
dem frühen Mittelalter war das Schwein Fleischlieferant und wurde
demzufolge als Hautier gehalten. Es stellte keine großen Bedürfnisse
and die Haltungsform und begnügte sich mit einfachstem Futter.
Schweine wurden fast in jedem Haushalt gehalten, da sie zur Sicherung
des Lebensunterhaltes beitrugen. Sie waren meist in einfachen Gehegen
und Freiland untergebracht. Mit der Umstellung von der Weide in die
Stallfütterung wurde auch die Schweinehaltung intensiver. Ebenso die
Zucht, um bessere Fleischqualitäten und höhere Zunahmen zu
erreichen. Um
dies zu gewährleisten, wurde den Gemeinden von der Obrigkeit
angewiesen, Eber zu halten. Die „Eber“ waren wie die „Farren“
bei Oskar Kreth untergebracht. Die
Schweinehaltung trieben nun ihre „Rauschauende Sauen“ zum
Deckstall. Es
wird berichtet, dass viele Sauen ihren Besitzern vorausliefen, um zu
„Deckstall“ zu gelangen. Die beiden Eber hatten genug zu tun und
wurden von Zeit zu Zeit durch Neuzüchtungen ausgetauscht, um den
geforderten Ansprüchen nachzukommen. Dies
war notwendig, da mit zunehmendem Wohlsstand der Fleischverzehr stieg
und somit auch die Qualitätsansprüche der Verbraucher. Heute wird in
Waibstadt nur noch von einem Betrieb „Ferkelproduktion“ betreiben.
Die notwendigen Zuchteber werden von diesem selbst beschafft, um den
erforderlichen Zuchtzielen Rechnung zu tragen. |
|
zurück weiter mit: Landwirtschaft im Wandel |